Bienen Info S

Säuregehalt: Der Säuregehalt eines Honigs gibt Auskunft über seine Qualität. Von Natur aus ist der Honig säurearm. Er enthält lediglich etwas organische Säure. Die Honigverordnung schreibt vor, dass ein Honig maximal 50 Milliäquivalente Säuregehalt pro Kilogramm Honig enthalten darf. Zur Bestimmung des Säuregehalts misst man den pH-Wert des Honigs. Er liegt bei allen Honigen unterhalb des Wertes 7. Je niedriger der Wert, umso höher der Säuregehalt. Blütenhonige weisen einen pH-Wert von 3,2 bis 4,5 auf, während Honigtauhonige einen pH-Wert von 4 bis 5,4 haben. Sie enthalten also etwas weniger Säure. Die Bestimmung des Säuregehalts kann der Imker mit einem speziellen pH-Meter selbst durch-führen oder aber im Labor vornehmen lassen.

 

Sammelbiene: Die Sammelbienen unter den Arbeiterinnen sind für die Nahrung verantwortlich. Sie sammeln Pollen, Nektar und Honigtau und versorgen das Bienenvolk auch mit Wasser. Die Sammel-bienen sind bereits erfahrene Bienen. Erst in der zweiten Lebenshälfte wird die Arbeiterin im Stock zur Sammelbiene.

 

Sandbiene: oder Erdbiene zählt zu den Solitärbienen. Sie baut ihre Nester in die Erde.

 

Sommerbehandlung: Durch eine Behandlung nach Abschluss der Honigsaison wird die Voraussetzung für die Bildung von gesunden Winterbienen geschaffen.

 

Spechtschutz: Durch Anbringen von Netzen über den Bienenkästen können Spechte abgehalten werden, auf der Suche nach Nahrung Löcher zu hacken.

 

Scherenbiene: Eine besonders kleine Bienenart ist die Scherenbiene. Sie wird nur wenige Millimeter groß. Die Scherenbiene ist damit nicht viel größer als der Rüssel der Honigbiene lang ist. Dadurch hat sie aber auch einen Vorteil: Sie kann kleine Blüten besuchen, die für größere Bienen zu eng sind. Damit bewegt sie sich in einer Nische. Die Scherenbiene besucht insbesondere Glockenblumen und Hahnenfuß. Sie sammelt also nur auf wenigen Blüten.

 

Schleuderhonig: In Deutschland werden vorwiegend Schleuderhonige hergestellt. Dazu befreit der Imker die Waben von den Wachsdeckeln, stellt sie in eine Zentrifuge und schleudert den Honig erst auf der einen, dann auf der anderen Seite heraus. Danach siebt er den Honig und rührt ihn vorsichtig um, damit sich die Kristalle gleichmäßig verteilen.

 

Schwänzeltanz: Die Tanzsprache der Bienen ist äußerst komplex. Neben dem Rundtanz und dem Zittertanz verwendet die Biene den Schwänzeltanz. Mit ihm informiert sie die anderen Bienen über eine neue Tracht. Sie teilt im Tanz nicht nur die genaue Lage und die Entfernung mit, sondern gibt auch Auskunft über die Menge und die Qualität der gefundenen Futterstelle. Dazu bewegt sich die Biene in Form von Halbkreisen fort. In der Verbindung zwischen den Halbkreisen bewegt sie ihren Hinterleib von rechts nach links, sie schwänzelt.

 

Schwärmen: Bemerkt die alte Königin, dass die neue Bienenkönigin bald schlüpft, so bildet sie mit einem Teil des Volkes einen neuen Schwarm und schwärmt aus. Zur Orientierung sammelt sich der Schwarm  erst einmal in der Nähe des alten Bienenstocks. Spurbienen, das sind die Scouts unter den Bienen, werden losgeschickt, um nach einer neuen Unterkunft Ausschau zu halten. Der Schwarm fliegt dann dorthin und verliert damit jeglichen Kontakt zu seinem alten Bienenstock. Das Schwärmen dient also der Teilung des Bienenvolks und damit seiner Vermehrung.

 

Schwarmbehandlung: Die natürliche Volkserneuerung stellt der Bienenschwarm dar. Durch gute Pflege kann er die Grundlage für ein gesundes neues Volk werden. Die ersten Wochen sind von entscheidender Bedeutung für das Volk es baut nur wenn ein kontinuierlicher Futterstrom (Tracht) gesichert ist. Regen und Kälte verhindern das ausfliegen, also mit Zuckerwasser 1:1 je ein bis zwei Liter pro Woche zufüttern

 

Schwarmzeit:  Die Teilung der Bienenvölker geschieht meist im Sommer, also in der Zeit, wenn das Bienenvolk am größten ist. Meistens schwärmen die Bienen von Mai bis Juni, manchmal hinein bis in den Juli. Selten kommt es vor, dass die Bienen mehr als einmal im Jahr schwärmen.

Schwarmkiste: Eine Schwarmkiste sollte folgende Eigenschaften haben: Volumen: mind. 30 Liter, nicht zu flach- gute Belüftung - möglichst an zwei Seiten gegenüberliegend Lüftungsgitter-bienendicht verschließbar- fester Deckel (die Bienen hängen sich am Deckel auf)- große Öffnung zum Hinein- und Herausschütten der Bienen- Als Material für das Lüftungsgitter eignen sich alte Gardinen, Fliegengitter oder andere engmaschige Materialien.

 

Sekret: Die Honigbiene hat mehr als ein Dutzend Drüsen, die Sekrete abgeben. Es gibt Drüsen, die ihr Sekret ins Körperinnere absondern, die endokrinen Drüsen und solche, die ihr Sekret nach außen abgeben. Das sind die exokrinen Drüsen. Man unterscheidet Speicheldrüsen bei der Biene, Futtersaftdrüsen, Mandibeldrüsen, Wachsdrüsen, Duftdrüsen und Giftdrüsen.

 

Sinne: Die Honigbiene hat fünf Sinne. Sie schmeckt, riecht, sieht, fühlt und spürt Vibrationen. Ein eigentliches Gehör hat sie nicht. Sie verfügt damit nur über ein sehr eingeschränktes Hörvermögen. Auch ihr Sehvermögen ist begrenzt. Sie nimmt zwar Bewegungen und Licht deutlich wahr, ihr räumliches Sehvermögen ist allerdings sehr eingeschränkt. Details sieht sie nur aus unmittelbarer Nähe. Sehr sensibel ist die Honigbiene jedoch, was Gerüche und Düfte anbelangt. Sie verfügt über ein ausgesprochen gutes Duft-gedächtnis. Das Tastorgan der Biene sind ihre Fühler. Hier sitzen besonders viele Nervenzellen.

 

Smoker: Der Smoker ist ein kleines Gerät, das Rauch erzeugt. Im Gegensatz zur Dathepfeife verteilt sich der Rauch nicht mit dem Atem des Imkers, sondern wird über einen Blasebalg in den Raum geblasen. Der Smoker hat die traditionelle Imkerpfeife längst abgelöst.

 

Solitärbienen: Solitärbienen sind Bienen, die nicht als Volk, sondern allein leben. Dazu zählen die Blattschneiderbienen, die Mauerbienen und Sandbienen, die Wespenbienen und die Wollbienen.

 

Sommerbiene: Sommerbienen leben deutlich kürzer als Winterbienen. Während die Sommerbienen im Durchschnitt zwei Monate alt werden, erreichen die Winterbienen ein Alter von sieben bis acht Monaten.

 

Sommerhonig: Honig, der in den Sommermonaten geerntet wurde, wird oft als Sommerhonig bezeichnet. Sommerhonig ist daher überwiegend Blütenhonig von Wald- und Wiesenpflanzen, die im Juni oder Juli blühen. Er ist meist mild und hat ein zartes Aroma. Ist der Sommer besonders heiß, wird mehr Honigtauhonig produziert. Er ist im Geschmack kräftiger und auch von einer dunkleren Farbe.

 

Sortenhonig: Der Begriff Sortenhonig ist genau festgelegt. Als Sortenhonige dürfen laut Honigverordnung alle Honige bezeichnet werden, die vollständig oder überwiegend aus einer Quelle stammen. Anhand der Pollen, der Farbe, der Konsistenz des Honigs, seinem Zuckergehalt und dem Geruch kann der Experte nachweisen, ob es sich tatsächlich um einen Sortenhonig handelt. Zu den Sortenhonigen zählen Akazien- und Heidehonig, Kastanienhonig, Klee-, Linden- und Rapshonig, Tannenhonig und Waldhonig.

 

Sortentypisch: Im Geschmack muss der Sortenhonig sortentypisch sein, das heißt er darf weder Fremdgerüche noch einen Fremdgeschmack aufweisen. Rauch- oder Gärgeschmack gelten als Fehl-geschmack, ebenso unerwünscht ist ein untypischer Säuregehalt.

 

Sozialer Futteraustausch: Die Trophallaxis, der soziale Futteraustausch unter den Honigbienen, hat mehrere Funktionen. Zum einen stellt er sicher, dass allen Bienen im Stock die gleiche Menge an Futter-vorrat zur Verfügung steht. Zugleich dient der soziale Futteraustausch der Kommunikation untereinander. Durch die Weitergabe des Futters erfährt die Biene Details  zu den Besonderheiten der Tracht, ihrem Zuckergehalt, ihrem Geruch. Außerdem werden bei der Trophallaxis Pheromone ausgetauscht, die die Zugehörigkeit zum Volk signalisieren und für Harmonie und Einheit sorgen.

 

Speicheldrüse: Die Biene besitzt zwei Speicheldrüsen, die Kopfspeicheldrüse und die Brustspeichel-drüse. Das Sekret der Kopfspeicheldrüse ist ölig, das der Brustspeicheldrüse eher wässrig. Die Speichel-drüsen haben die Aufgabe, feste Nahrung so aufzubereiten, dass sie von der Biene verarbeitet werden kann. Dazu werden Enzyme, also Verdauungssäfte zugefügt. Sie schließen die Nahrungsbestandteile auf und machen sie für den Körper verfügbar. Der Speichel wird auch dazu verwendet, Honig und Honigtau anzufeuchten, um ihn zu lösen oder zu reinigen.

 

Spurbiene: Der Wegweiser unter den Flugbienen ist die Spurbiene. Sie ist mit der Aufgabe befasst, neue Trachten ausfindig zu machen oder für den Schwarm eine neue Behausung zu finden. Als Spur-bienen arbeiten nur ältere, erfahrene Bienen. Sind die Spurbienen fündig geworden, kehren sie zurück und führen einen Tanz auf. Haben mehrere Spurbienen unterschiedliche Futterstellen gefunden, so entscheidet die Intensität des Tanzes darüber, welche davon ausgewählt wird. Die Spurbiene ist der Scout unter den Bienen. 

 

Stachel: Der Giftstachel der Biene gilt nur zu ihrer eigenen Verteidigung. Da der Giftstachel eine Weiterentwicklung des Eiablagestachels ist, verfügen nur weibliche Bienen über ihn. Drohnen haben keinen Stachel. Die Bienen verwenden den Stachel, um ihre Beute zu lähmen. Nur so können sie sie transportier-en oder verspeisen. Da die Bienen aber fast ausschließlich Vegetarierinnen sind, kommt der Stachel nur dann zum Einsatz, wenn sie sich verteidigen müssen.

 

Ständer: Zum Bearbeiten wird die Bienenkiste über die Stirnseite gekippt, um den Boden abnehmen zu können sorgt der Ständer für eine aufrechte Position.

 

Sternit:  Bauchplatte oder auch Brustbereich der Biene wird auch als Sternit bezeichnet.

 

Sterzeldrüse:  oder Nassanoffsche Drüse (siehe auch „Nassanoffsche Drüse“) gibt die Pheromone ab, anhand derer sich die Arbeiterinnen im Stock orientieren. Nach Orientierungsflügen oder bei der Suche nach einer neuen Behausung machen die Bienen einen Sterzeltanz. Dazu heben sie den Hinterleib an und wedeln mit den Flügeln, um den Duft aus der Sterzeldrüse zu verteilen. Er gilt als Wiedererkennung und wird auch dazu benutzt, um neue Trachten zu kennzeichnen oder die Behausung zu markieren.

 

Stich: Bei manchen Menschen führt der Stich einer Biene zu Schwellungen oder sogar zu Schock-reaktionen. Ursache dafür ist eine Allergie gegen Bienengift. In der Regel jedoch ist der Bienenstich zwar schmerzhaft, aber ungefährlich. Die Giftmenge ist viel zu gering als dass sie einen Menschen schädigen könnte.

 

Stigmen: Die Atemöffnungen der Tracheen sind die so genannten Stigmen. Von hier aus wird die Luft in Luftsäcke weitergeleitet. Von dort wird sie dann über feinste Luftröhrchen, den Tracheolen, ins Körper-innere geführt. Auf diese Weise wird die Biene mit Sauerstoff versorgt. Über die Stigmen gelangt auch überflüssiges Kohlendioxid wieder nach außen.

 

Stockbiene: Als Stockbienen werden alle Bienen bezeichnet, die ihre Arbeit im Bienenstock verrichten. Dazu zählen die Wächterinnen, die Baubienen, die Ammenbienen und die Putzbienen ebenso wie die Honigmacherinnen. Die Honigmacherinnen übernehmen von den Sammlerinnen den Ertrag an Pollen, Nektar und Honigtau und verarbeiten ihn weiter.

 

Stockkarte: Zur Kontrolle des Bienenvolkes ist eine Stockkarte hilfreich. Als solche bezeichnet man jegliche Aufzeichnungen des Imkers über den Zustand des Bienenvolkes, seine Veränderungen, Krankheiten und Besonderheiten. In der Regel führt der Imker für jedes Bienenvolk eine eigene Stockkarte.

 

Stockmeißel: Zum Werkzeug eines Imkers gehört auch ein Stockmeißel. Mit ihm lassen sich fest sitzende oder klemmende Rähmchen lösen. Nicht selten haben die Bienen die Rahmen mit ihrem Kitt so fest verankert, dass der Imker sie ohne Hilfsmittel nicht lösen kann. Mit dem Stockmeißel lassen sie sich jedoch meist ganz leicht aushebeln. Auf der Rückseite des Stockmeißels befindet sich übrigens eine scharfe Klinge. Sie lässt sich hervorragend dazu einsetzen, um Wachs abzukratzen oder Propolis abzuschaben.

 

Streckmade: In den ersten Tagen schwimmt die Larve gekrümmt in ihrer Brutzelle. Mit ihrem Wachstum streckt sie sich zunehmend. Arbeitsbienen erreichen das Stadium einer Streckmade in der Regel am sechsten Tag.

 

Strickleiternervensystem: Das Nervensystem der Biene ist wie eine Strickleiter aufgebaut. Die Nerven laufen in Paaren an der Bauchseite entlang. Kleine Nervenknoten sind der Ausgangspunkt für die Weiter-leitung über Nervenstränge in den Körper. Sie sind so regelmäßig angeordnet, dass man auch von einem Strickleiternervensystem spricht.

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