Vierbeinige Freunde

Mein Isländer

Wenn ich mich für einen Hund entscheide, entscheide ich mich gleichzeitig dafür, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Dieser Verantwortung möchte ich auf jeden Fall gerecht werden.Ich versuche meinem Hund ein guter Rudelführer zu sein, in dem er sich unterordnen muss und dennoch Zuneigung bekommt. Das ist ein Hauptaspekt meiner Erziehung.

 

Viele Dinge spielen bei der Entscheidung für meinen Hund eine Rolle. Zunächst einmal war mir ein ruhiges Wesen und Kinderliebe sehr wichtig. Dann wollte ich mich mit dem Tier viel bewegen und den Charakter weiter ausbilden können. Außerdem wollte ich auf keinen Fall ein überzüchtetes oder kupiertes Tier.

 

Ich habe mir meine Wahl nicht einfach gemacht, bin jetzt aber sehr glücklich mit meinen Islandhund. Ich würde diese Rasse jedem empfehlen, der bereit ist, Zeit zu investieren und ein Tier aufzuziehen, ohne gegen seine Natur zu handeln.


Mein Hund gibt mir sehr viel zurück. Er ist sehr verschmust und merkt, wenn ich ihm etwas Gutes tu. Er freut sich, wenn ich mich mit ihm beschäftige und er zeigt es mir durch körperliche Nähe. Das Schöne ist, dass er seine Freude deutlich zeigt.

Der Islandhund ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Island (FCI-Gruppe 5 = Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 3 = Nordische Wach- und Hütehunde, Standard Nr. 289). Seit 2010 wird die Rasse auch vom AKC anerkannt.

 

Der Islandhund ist die einzige Hunderasse mit Island als Ursprungsland. Der Islandhund passte sich in seiner Arbeitsweise im Lauf der Jahrhunderte den örtlichen Gegebenheiten, der Art, wie Landwirtschaft betrieben wurde, und dem harten Überlebenskampf des isländischen Volkes an und wurde den Bauern beim Zusammentreiben des Viehs unentbehrlich.

Der Islandhund wurde von den Wikingern um 870 mit nach Island gebracht. Aufgrund der ihm übertragenen Arbeiten musste der Islandhund ein robuster, ausdauernder Gehilfe sein und durfte nur wenige Ansprüche stellen. Sein wasserabweisendes, doppeltes Fell schützt ihn vor den extremen Witterungsbedingungen, seine doppelten Wolfskrallen geben ihm einen festen Halt in unwegsamem Gelände. Flink und ausdauernd treibt der Islandhund Schafe und Pferde. Seine Bellfreudigkeit macht ihn außerdem zu einem guten Wachhund, jedoch ohne Aggressivität.

Aufgrund der isolierten Lage Islands ist diese Rasse sehr “rein” geblieben. Durch mehrere Epidemien wurde der Hundebestand stark dezimiert, sodass im 19. Jahrhundert der Islandhund kurz vor dem Aussterben stand. Dies spiegelte sich auch in dem Wert eines Hundes wider. Gegen einen Welpen wurden ein Islandpferd oder 2 Schafe getauscht. Der Engländer Mark Watson wurde bei seinen Reisen um 1930 und 1950 auf den Islandhund aufmerksam und hat wohl dazu beigetragen, dass es den Islandhund heute noch gibt, denn zu diesem Zeitpunkt gab es etwa noch 8 reinrassige Islandhunde. Auf diesen Hunden baut sich der gesamte heutige Bestand auf. Seit 1972 ist die Rasse auch von der FCI anerkannt.

Der Islandhund ist sehr anpassungsfähig, gutartig und sehr freundlich. Er hat eine schnelle Auffassungsgabe, aber einen “nordischen Dickschädel”. Deshalb sollte er mit Konsequenz, aber ohne Härte erzogen werden. Die enge Bindung zu “seinem” Rudel macht ihn zu einem idealen Familienhund, der sich gut mit Kindern oder auch anderen Haustieren versteht. Seinem hohen Bewegungsdrang sollte unbedingt nachgeben werden, das heißt täglich größere Spaziergänge oder auch Hundesport.

Das Fell braucht außer beim Fellwechsel recht wenig Pflege. Alle Farben sind erlaubt, aber eine sollte vorherrschen. Es werden zwei Felltypen gezüchtet:
Kurzhaarig: mittellanges, ziemlich raues Deckhaar mit dichter, weicher Unterwolle.
Langhaarig: Das Deckhaar ist länger als bei der kurzhaarigen Variante, ziemlich rau, mit dichter, weicher Unterwolle Ohren sind aufrecht, von mittlerer Größe; dreieckig mit steifen Kanten und leicht abgerundeten Spitzen. Die Rute ist hoch angesetzt, über dem Rücken geringelt, wobei dieser berührt wird.
Gewicht: 9-14 kg - Größe: Rüde 42-48cm, Hündin 38-44 cm

Wie alle Hirtenhunde ist er eigensinnig. Als Familienhund braucht er unbedingt ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung. Islandhunde haben einen äußerst geringen Jagdtrieb, jedoch ist die Rasse für ihre Bellfreudigkeit bekannt.

Da der Islandhund in seiner Funktion als Hirtenhund keine für die Herde gefährlichen Wildtiere vertreiben musste, wurde bei der Züchtung darauf geachtet, dass aggressives Verhalten aus der Rasse herausgezüchtet wurde. Gerade weil der Hund für die Kinder auf den weit verstreuten Höfen in Island oft der einzige Spielkamerad war, sollte die Rasse ein verträgliches und umgängliches Wesen besitzen. Aus diesem Grund zeichnet sich der heutige Islandhund durch sein verträgliches Wesen aus.

 

Für weitere Infos über Islandhunde solltet ihr auf der Seite www.islandhund.org vorbeischauen. Hier gibt es viele Artikel über die Rasse, tolle Bilder und alles über aktuelle und geplante Würfe.

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